Chronik der Weissen Feste
In den fünfziger Jahren.......
gab es wie schon angedeutet - im Rahmen des Künstlerfaschings auch Bälle direkt in der Akademie der Künste und dort haben auch die WEISSEN FESTE ihren Ursprung, sie wurden hier vor ca 50 Jahren gegründet.
Ein gewisser Maler namens Prehm und andere Künstler hatten damals die Idee, - kontra den üblichen bunten Faschingsbällen - WEISSE FESTE zu veranstalten: Alles wurde in Weiß dekoriert (mit tollen Wandmalereien auf weißem Stoff), weiße Kostüme (vom Laken-Outfit bis zu kunstvollen Phantasiegebilden) wurden Pflicht und statt Faschingsmusik gabs Rockbands; Höhepunkt damals um Mitternacht: Nackerte ließen sich auf der Bühne 'künstlerisch' anmalen!
Und weils so schee war, gab es während der Faschingssaison gleich mehrere weiße Bälle hintereinander (verteilt auf mehrere Wochenenden); - übrigens damals wie heute einmalig in ganz München. Für damalige Verhältnisse waren es übrigens eher anstößige Feste, aber trotzdem - oder gerade darum? - machten die WEISSEN FESTE schnell Furore.
Nach ein paar Jahren in der Akademie mussten die Bälle (aus Institutsgründen) umziehen. Es ging gleich um die Ecke in die Max Emanuel Brauerei, wo die WEISSEN FESTE seit 1967 bis heute stattfinden und in direkter Tradition des einstigen Künstlerfaschings zum Münchner Fasching als liebgewonnene Institution einfach dazugehört.
Nach dem Tod von Künstler-Initiator Prehm fungierte über 20 Jahre der Musiker Klaus Dittmar als Veranstalter; als dieser krank wurde, schien das Ende der WEISSEN FESTE nahe; denn schon in den Jahren zuvor hatte zunehmend vor allem dem Zeitgeist entsprechend (s.o.) - eine gewisse Faschingsmüdigkeit den Festen zugesetzt. Waren die WEISSEN FESTE Schnee von gestern? 2 Jahre wurde um die wankenden Feste gebangt! Die Wirte der MaxE waren zunächst kurzfristig für den kranken Veranstalter eingesprungen; schließlich übernahmen sie (Veranstalter: Max Emanuel GmbH, verantw. Stephan Gloxhuber, Projektleitung Eva Wobbe) nach dem Tod von K.Dittmar im Frühjahr 2000 ganz die WEISSEN FESTE.
Grad drum, auch wenns nicht rosig aussah, - aber der Name Max Emanuel Brauerei war schließlich jahrzehntelang als Austragungsort eng mit dieser speziellen Faschings-Reihe verbunden, d.h. man wollte unbedingt versuchen, diese Traditions-Verbundenheit des Hauses mit den WEISSEN FESTE zu erhalten!
Also nahm die MaxE den Wechsel zum Anlaß, erst mal die etwas müde gewordenen Bälle intern wieder aufzufrischen: Runter mit den Preisen, rauf mit üppigerer Deko (neue Dekorateurin), - raus mit einem erweitertem Konzept; Fazit, - es ging bergauf!
Übrigens wurde in diesem Rahmen auch die einst berüchtigte nackerte Mitternachtsshow wieder reaktiviert, aber auch trotz "table dancers" und sonstigen Shows vom heutigen Publikum nicht mehr akzeptiert, ebenso wie die verschiedenen bis dahin bewährten Rock-Bands.
Fazit: Nackerte sieht man heute überall -out, Rockbands für Fasching auch out! Heute wollen die Faschingsgäste nicht nur abtanzen und anbandeln, sondern zunehmend auch mitsingen, - und zwar zu bekannten, stimmungsvollen Songs (siehe Après Ski etc.)
Auf Wunsch der Gäste zum einen, teilweise aber auch aus Altersgründen, haben uns so im Laufe der Jahre die früheren Bands verlassen, dementsprechend mehr kamen bekannte DJs zum Einsatz, wie z.B. Szene-DJs LöLi, Jo und Nico, sowie Pata Pata & Thom. Sie bieten unseren Party-Gästen eine breite Musik-Palette, - von Rock'n Roll, über Salsa & Pop bis hin zur Chill-Musik! Ausnahme sind die dazu gewonnenen Gaudi-Burschen "Blechblos’n die bayrische Band" (www.blechblosn.de), die aus dem Wies’n-Weinzelt mehr als bekannt sind, - ganz nach dem Motto, für Jeden etwas!
Außerdem wurde 2002 der Weiberfasching wieder reaktiviert und gleich erfolgreich angenommen. Die "Weibersleut" dürfen übrigens immer die 1. Stunde zum Nulltarif rein! Aber da es oft heiß zugeht - und Trauben von Mädels auf der Straße stehen - kommt es vor, daß schon nach viel kürzerer Zeit das Haus voll ist! Dann bitte nicht sauer sein, - daß ist ein tolles Angebot von uns und wir halten es seit Jahren, aber anbauen geht leider nicht und paar Männer müssen auch noch rein. Wer sicher gehen will, muß dann auch zum VVK, bitte habt Verständnis dafür!
Entsprechend diesen Neuerungen - und vor allem dem wieder mehr faschings-freundlichem Zeitgeist entsprechend - geht es nunmehr wieder munter weiter mit den WEISSEN FESTEN. Eins ist stets gleich geblieben - es hieß und heißt immer noch:
Alles und Alle in WEISS !!
Saal, Bar & Restaurant praktisch das ganze Haus wird mit weißem Stoff dekoriert (immer wieder mit neuen Motiven) und mit Schwarzlicht ausgeleuchtet; die Gäste sind ebenfalls ganz in Weiß, mal mit mehr oder wie schön auch weniger Stoff, auf gehts. (Video und Photos siehe: Galerie)
Fazit: wir freuen uns, denn WEISSE FESTE sind wieder in!
Motto 2012: 45 weisse Jahre ...
und weiter geht's!

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